Das Internet ist voll mit Rezepten um sich seinen eigenen natürlichen Sonnenschutz herzustellen, doch wie gut sind diese Cremes wirklich und haben sie auch eine Wirkung?

Unsere Haut ist unser größtes Organ – sie schützt uns vor äußeren Einflüssen wie z.B. UV-Strahlung. Doch manchmal reicht unser Eigenschutz einfach nicht aus und wir müssen diverse Schutzmaßnahmen ergreifen und unserer Haut ein wenig entgegen kommen.

Die Gründe dafür sind vielfältig und nicht immer ganz nachvollziehbar, da hier viele Faktoren eine Rolle spielen. Die Stärke der Strahlung, wie hoch der Eigenschutz der Haut ist, verschiedene Umwelteinflüsse und noch vieles mehr. Ich persönlich habe mich nun jahrelang selbst damit beschäftigt, immer wieder verschiedene Studien zu Rate gezogen, verglichen und daraus meine eigenen Schlüsse gezogen. Von daher möchte ich euch ans Herz legen, euch selbst eigehend zum Thema natürlicher Sonnenschutz zu informieren und nicht alles zu glauben was man im Netz findet. Oft sind es einfach nur Blogs (wie meiner hier auch!) die Rezepte als wirkungsvoll anpreisen, doch hier wird kaum über die Hintergründe nachgedacht, geschrieben und vor allem wird das Thema nicht ausreichend kritisch beleuchtet.

Für mich ist klar, dass uns überwiegend ein natürlicher Sonnenschutz ausreicht, da wir noch einige andere Schutzmaßnahmen ergreifen. Wenn, warum und welche gekaufte Sonnencreme wir verwenden, dazu komme ich weiter unten im Beitrag.

Wir beschreiben hier lediglich wie wir uns vor der Sonne schützen, was keinesfalls als Maßstab herhalten soll. Wir wollten ausschließlich informieren und zum nachdenken anregen.

Warum wir keinen konventionellen Sonnenschutz verwenden

Es hat sich bereits herumgesprochen, dass herkömmliche Sonnenschutzmittel nicht immer förderlich für unseren Gesundheitszustand sind und zahlreiche Substanzen enthalten, welche die meisten von uns nicht einmal kennen. Hier unsere Gründe, weswegen wir gerne auf absolut künstlichen Sonnenschutz verzichten.

Sonnencreme blockiert die Vitamin-D Aufnahme! Das Sonnenhormon ist absolut unabdinglich und von äußerster Wichtigkeit für unsere Gesundheit und bei Kindern sehr wichtig für das Knochenwachstum (in Verbindung mit Kalzium, dessen Aufnahme nur mit genügend Vit.-D sichergestellt werden kann). Ebenso sorgt das Hormon für unsere Stimmung. Des weiteren ist der Mangel an Vit.-D für verschiedene (Autoimmun-) Krankheiten verantwortlich.

Nicht identifizierbare Inhaltsstoffe, von welchen wir auch nicht wissen woher sie kommen. Keiner kann uns genau sagen, was wo wie und unter welchen Bedingungen hergestellt wurden, geschweige denn, wozu sie da sind. Viele von diesen Stoffen lösen bekanntlich Allergien aus – auch noch Jahre später, wenn die Konzentration im Körper einfach zu hoch wird! Unsere Haut ist unglaublich aufnahmefähig und absorbiert sehr schnell, was dazu führt dass wir alle Giftstoffe schnell aufnehmen, welche dann sogleich in unsere Blutbahn gelangen und (chronische) Krankheiten auslösen können. Nein danke!

Neben der paradoxen Tatsache, dass gerade Sonnencreme erst recht Hautkrebs auslösen kann, kommt noch hinzu, dass Sonnencremes – und das ist laut Hautkrebsexpertin Beate Volkmer vom Dermatologischen Zentrum Buxtehude wissenschaftlich erwiesen – keinen ausreichenden Schutz darbieten! Wozu also ein Risiko eingehen und Sonnenschutzmittel auftragen, wovon ich nun nicht weiß, ob es mir hilft oder nicht? Ob es mich krank macht oder nicht? Alles zu schwammig und undurchsichtig von wissenschaftlicher Seite aus!

Sonnencreme macht leichtsinnig. Zu starke Einstrahlung ist zweifelsohne schädlich, das ist klar. Doch wenn ich mich ständig auf etwas verlasse, wovon ich die Wirkungsweise lediglich erahnen kann, werde ich mit der Zeit nachlässig und für mich wäre das zu vereinbaren. Dann spielt das Kind doch in der aggressiven Mittagssonne – wurde ja schließlich eingecremt. Und welche (Langzeit-)Folgen das hat, wissen wir nicht. Ich möchte wissen, dass meine Kinder gut geschützt sind.

Sonnencremes entwickeln nach dem Auftragen und intensiver Sonneneinstrahlung verschiedene hochgiftige Endprodukte, welche ungefiltert in unseren Körper eindringen. Stichwort Krebs!
Sonnencremes nehmen Einfluss auf unseren sensiblen Hormonhaushalt und haben eine östrogenartige Wirkung. Sehr viele Krebsarten sind Hormonabhängig!

Natürlicher Sonnenschutz – welche Rolle spielt unsere Ernährung?

Wir achten sehr auf unsere und hauptsächlich auf die Ernährung unserer Kinder. Um unsere Haut von innen zu stärken, kommt uns das in hauptsächlich roten und orangenen Nahrungsmitteln enthaltene Betacarotin sehr gelegen. Verschiedenen Studien (Studien verlinke ich am Ende des Beitrags) haben gezeigt, dass wir unsere Haut mit Betacarotin prima auf die sonnenreiche Zeit vorbereiten können. Hier reicht es allerdings nicht aus, einfach nur roh zu essen, da wir, um die Aufnahme der relevanten Bestandteile zu garantieren, auch Fette zu uns nehmen müssen. Bei uns z.B. etwas Öl im Salat oder ähnliches. Am besten ein Öl mit Vitamin-E, denn dieses erhöht die Wirkung noch einmal. Doch damit allein ist es nicht getan.

Astaxanthin ist ein weiteres Stichwort. Hierbei handelt es sich um ein sehr starkes Antioxidant aus der Gruppe der Carotinoide, welches sogar in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Astaxanthin wirkt von innen heraus entzündungshemmend und hilft somit einem Sonnenbrand vorzubeugen. Schön ist, dass es gleichzeitig vor Hautalterung schützt, was ich natürlich super finde. Hauptsächlich findet man es in Algen, was für uns bedeutet, dass wir konzentriertes Astaxanthin nur in Form von Pillen bekommen, was mir noch immer lieber ist, als sonnenverbrannte Haut oder ein dauerhaft geschädigter Körper. Bei Interesse googelt doch ein wenig, denn Astaxanthin ist bringt noch sehr viele weitere Vorteile mit sich mit. Ich möchte es an dieser Stelle nur der Vollständigkeit wegen erwähnen.

Lycopin zählt ebenfalls zu den Carotinoiden und macht unsere Haut widerstandsfähiger, indem es unseren hauteigenen Lichtschutzfaktor erhöht. Enthalten ist es ebenfalls in rotem Obst und Gemüse enthalten, wie z.B. der Haut reifer Tomaten oder Tomatensaft. Auch hier sollten Fette (am besten Vitamin E) hinzukommen um die Aufnahme zu garantieren. Wir haben gerne Nüsse zum knabbern oder essen Salat mit hochwertigen kaltgepressten Ölen.

Vitamin E. Habe ich bereits erwähnt, doch hier noch einmal das Warum. Nicht nur gut um die Wirkung des Betacarotins zu verstärken, sondern auch gut für unsere Haut selbst. Vitamin E fördert eine gesunde Regeneration der Haut und macht sie elastischer.

Ich habe hier nur die relevantesten Informationen herausgesucht, damit ihr euch einen kleinen Überblick verschaffen könnt. Das Thema lässt sich noch sehr viel stärker und tiergehender beleuchten. Eine gesunde Ernährung ist für unseren Gesundheitszustand das absolute A und O, auch wenn es um den Sonnenschutz geht. Nur ein gesunder Körper kann entsprechend auf die Sonneneinstrahlung reagieren und dem möglichen Schaden entgegenwirken.

Iss bunt – bleib gesund, oder so ähnlich.

Doch Achtung! Auch bei der Stärkung der Haut von Innen, kommt es zu erheblichen Schwankungen beim Menschen. Jeder Mensch reagiert anders, jeder Körper nimmt Nährstoffe anders auf. Beispielsweise haben 40% der Europäer eine Genvariante, die es nicht zulässt, Betacarotin zuverlässig und kontinuierlich in Vitamin-A umzuwandeln, was zu Problemen mit der Versorgung führt. Daher muss jeder für sich einen optimalen Weg der Ernährung finden um sich gut vor äußeren Einflüssen schützen zu können.

Weitere Schutzmaßnahmen unsererseits:

Generell meiden wir die Mittagssonne, zumal wir überwiegend im Süden leben. Das ist für mich selbstverständlich und auch relativ natürlich. Wir alle kennen diese Müdigkeit, die uns um die Mittagszeit einholt – aus vielerlei Hinsicht sehr nützlich. In unserer Welt überbrücken wir das mit Kaffee und Co, auch das hat fatale Auswirkungen auf unsere Gesundheit und auch unseren Gemütszustand.

Wenn die Sonneneinstrahlung zu stark war und die Haut etwas gereizt (nicht rot) ist, nutzen wir vorsichtshalber unsere selbst gemachte After-Sun Lotion, um die Haut etwas zu unterstützen.

Sobald die Sonne im Frühjahr herauskommt ab nach draußen, damit sich die Haut bereits von Anfang an daran gewöhnen kann. Das funktioniert und ist ganz sanft. Ich weiß, dass das leider nicht mehr überall so möglich ist. Kindergarten, Schule, Arbeit etc. findet alles in geschlossenen räumen statt und wenn man nach Hause kommt, ist die Sonne meist schon weg. Warum wundern wir uns, dass wir unsere Haut so empfindlich ist?

Hier mein Video zu unserer After-Sun Lotion:

Die Wissenschaft

Auch ich gebe Quellen an. Für euch, nicht für mich. Ich lese das alles und lasse es mir durch den Kopf gehen. Manches macht Sinn, manches nicht. Was mich stört: man beharrt immer auf wissenschaftliche Studien, wie schädlich die Sonneneinstrahlung ist. Ja, wenn man es falsch angeht, sehe ich das auch so. Dann ist das sehr gefährlich. Doch wisst ihr was die Wissenschaft vor 50 Jahren behauptet hat? Und vor 100? Manches war richtig, ist noch immer richtig und wird vielleicht für immer richtig bleiben.

Doch all die Fehler welche die Wissenschaft gemacht hat, denkt einmal darüber nach. Die Wissenschaft kann immer fehlerhaft sein und wir glauben einfach blind. Am Ende leiden wir darunter, sonst niemand. Im Gegenteil, manche Menschen verdienen sogar daran.

Mit dem Motto: “Ich weiß, dass ich nichts weiß”, fahre ich ganz gut. Ich höre auf mein Bauchgefühl und versuche möglichst logisch (doch woran misst man das?) zu denken. Und mein Bauchgefühl sagt mir, dass Sonnenschutzmittel (ob Öko oder nicht) etwas anhaftet, was sich nicht gut anfühlt.

Wenn es nötig ist, bekommt Lysander die Sonnencreme von “Eco Cosmetics” mit LSF 45. Wird eher selten gebraucht, selbst bei seiner hellen Haut und den roten Haaren. Auch das beweist ein wenig, dass Ernährung und Gesundheit sehr wohl eine Rolle spielen. Sonnenbrand hat er nämlich nie.

Selbst gemachter Sonnenschutz

Selbst gemachter Sonnenschutz ist nicht unbedingt ratsam. In den üblichen Rezepten sind jede Menge ätherische Öle enthalten. Ätherische Öle verändern sich bei Sonneneinstrahlung und können unter Umständen die gegenteilige Wirkung haben. Im schlimmsten Fall kann man damit mehr Schaden anrichten, als mit gewöhnlicher Sonnencreme. Von allergischen Reaktionen bis hin zu dauerhaft sichtbaren Schäden auf der Haut kann alles mit dabei sein.

Auch die viel genutzten Öle wie Karotten- und Himbeersamenöl, wurden niemals auf ihren LSF hin getestet, wenn dann lediglich erwähnt und die Ergebnisse der Studien (welche auf andere Ergebnisse abzielten!) auf interessante Art und Weise verdreht. Kein Pflanzenöl kann so vor der Sonne schützen, wie es behauptet wird. Ich verlinke euch unten die Studien, dann könnt ihr selbst nachforschen.

Wir benutzen unsere Sonnencreme daher nur nach der Sonne und nicht davor oder beim “Sonnenbaden” und halten uns ansonsten an die gängigen Regeln, womit wir bisher nur gute Erfahrungen gemacht haben.

Erzählt doch einmal von euch. Wie handhabt ihr das? Was benutzt ihr und warum?

Quellen:
Betacarotin
Astaxanthin: O’Connor, I. and O’Brien, N. (1998). “Modulation of UVA light-induced oxidative stress by beta-carotene, lutein and astaxanthin in cultured fibroblasts.” J. Dermatol. Sci. 16, 226–230. Schutzwirkung versch. Antioxidantien vor UV-Licht
Vitamin-D: Verschiedene Studien am Ende des Artikel
Öle: Karotte & Himbeer

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