Insektenschutz auf Reisen – wie wir uns schützen!

Insektenstiche oder gar Bisse sind lästig und unangenehm. Da wir uns überwiegend in warmen und auch in feuchten Gebieten aufhalten, begegnen uns die kleinen Tierchen öfter als uns manchmal lieb ist. Nicht nur in tropischen Regionen ist Insektenschutz auf Reisen ein Thema, ebenso in Europa und natürlich auch Deutschland. Immerhin können manche von ihnen Krankheiten übertragen und spätestens bei diesem Gedanken sollte man sich überlegen, wie man sich am besten davor schützt.

Bei Babys und Kleinkindern ist das manchmal gar nicht so einfach, da die meisten Insektenschutzmittel massig Chemie enthalten – ebenso schaut es bei Schwangeren und stillenden Müttern aus.

insektenschutz auf reisen

Einer der bekanntesten Wirkstoffe ist DEET, welchen man für gewöhnlich in den Tropen einsetzt, doch auch in Deutschland enthalten die meisten Insektenschutzmittel diesen und ähnliche Stoffe. Grundsätzlich umstritten sind sie alle und was man ab welchem Alter einsetzten kann oder soll, ist nicht genau geklärt. Die gängigen Empfehlungen ändern sich immer wieder, daher vertrauen wir hier nicht darauf. Zudem wirkt DEET nicht ausreichend gegen Zecken.

Einfache Maßnahmen um sich vor Insekten zu schützen

Noch immer und vor allem in der Nacht ziemlich wirkungsvoll ist das Moskitonetz. Natürlich sollte man ein passendes Netz auswählen und darauf achten, dass auch wirklich nichts und niemand hineinkrabbeln kann. Ebenso senkt ein kühles Schlafzimmer das Risiko gestochen zu werden, denn meist mögen es die Insekten eher warm. Langärmelige Kleidung ist klar und zudem sollte man darauf achten keine Duftstoffe am Körper zu tragen. Parfum kann Insekten erst recht anlocken, ebenso wie Licht.

Natürliche Mittel für den Insektenschutz auf Reisen und zu Hause

Prinzipiell gibt es nur zwei wirkungsvolle natürliche Insektenschutzmittel. Zwar werden Nelken, Lavendel und Co Insekten abwehrende Eigenschaften nachgesagt, doch in der Praxis hat sich keines der Öle oder Pflanzen bewährt, wenn es auch die Anzahl der uns umgebenden Insekten reduziert.

Kokosöl

Kokosöl ist einfach und wirkungsvoll, allerdings muss man ständig nachcremen. Hier wirken die gesättigten Fettsäuren, genauer gesagt das Laurin als Insektenschutz. Für Babys und Kleinkinder perfekt geeignet, wenn das Kokosöl dadurch nicht andere Insekten anlocken würde. Grundsätzlich kann man sich mit Kokosöl sehr gut vor Mücken und Zecken schützen, sollte aber aufpassen, welche Insekten sich stattdessen nähern. Schlechte Erfahrungen haben wir noch keine gemacht und auch die Hunde ölen wir damit ein!

Citriodiol®

Das einzige natürliche Mittel, das tatsächlich verschiedene Tests bestanden hat. Dieser pflanzliche Wirkstoff wird aus den Blättern des Zitroneneukalyptus gewonnen und verhindert effektiv Mückenstiche und Zeckenbisse – je nach Intensität des Wirkstoffs bis zu 6 Stunden. Auch wehrt dieser Stoff viele andere lästige Insekten ab, sodass man wirklich Ruhe hat. Allerdings wird er erst für Kinder ab 1. Jahr empfohlen. Da unsere Kinder in diesem Alter mehr oder weniger auf uns gelebt haben (im Tragetuch) hatten wir hier keine Probleme. Zudem haben wir sie ausreichend mit heller, luftiger Kleidung geschützt.

Der etwas andere Mückenschutz

In vielen Ländern schützen die Menschen ihre Häuser und Umgebung mittels Räucherstäbchen. Mit Kindern natürlich nicht zu empfehlen und auch bitte keine künstlichen Räucherstäbchen. Wir haben diese Vorhergehensweise in Asien beobachtet und waren vom Ergebnis zu Hause total begeistert. Wenn wir nun irgendwo draußen in der Natur sitzen, machen wir immer ein bis zwei Räucherstäbchen an, sodass wir uns gar nicht allzu sehr vor den Insekten schützen müssen. Diese können den Geruch einfach nicht ausstehen und bleiben fern.

Wenn man bereits gestochen wurde?

Wenn wir doch einmal einen Stich abgekommen nutzen wir Bite Away den elektronischen Stichheiler! Mittels Wärmeeinwirkung wird das Eiweiß im Stich zersetzt und tatsächlich heilt dieser auch viel schneller ab. Perfekt für Kinder geeignet, wenn anfangs auch etwas unangenehm. Die Temperatur steigt hier aber nicht über 51 °C und ist somit gut auszuhalten. Hitze ist die einzige wirkungsvolle Möglichkeit den Juckreiz wegzubekommen, wir haben an dieser Stelle bereits viele natürliche Mittel getestet. Wem der Stichheiler nicht zusagt, der kann auch am Wegesrand wachsenden Spitzwegerich verwenden und über den Stich reiben. Damit haben wir die zweitbeste Erfahrung gemacht.

Welchen Mückenschutz verwendet ihr und warum? Schreibt uns einen Kommentar und lasst es uns wissen!

Gute Reise wünscht Nadine

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